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Forêt de Haguenau
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(Une piqure et beaucoup de questions, point de vue d'Allemagne)
Ab kommenden Montag ist es so weit. Die Impfung gegen die Schweinegrippe ist da, wer will, kann sich in der Praxis seines Arztes spritzen lassen. Angesichts des noch sehr knappen Impfstoffes
sollen momentan allerdings bevorzugt chronisch Kranke, Schwangere und Beschäftigte im Gesundheitsdienst eine Spritze bekommen. Wenn sie denn wollen, denn die Impfung ist heiß umstritten. Einige
Experten raten dem ein oder anderen sogar von einer Impfung mit den angebotenen Mitteln ab. Ob das auch für Sie gilt und was Sie zur Impfung wissen sollten, verraten wir Ihnen in den folgenden
Zeilen.
Welcher Impfstoff wird verwendet? Bereits in den Zeiten, als die Bedrohung noch von einem Vogel- und nicht einem
Schweineerreger auszugehen schien, hatten die Behörden vier sogenannte Musterimpfstoffe zugelassen. Festgelegte Rezepturen, denen bei einer Pandemie, so der damalige Plan, nur noch das
Erkennungszeichen des entsprechenden Virus zugemischt werden musste. Das Ziel: Im Falle einer akuten Bedrohung sollte ohne langwierige Zulassungsverfahren ein bereits in klinischen Studien
überprüfter Impfstoff zur Hand sein.
Ein Kandidat war das Mittel Pandemrix aus dem Werk der Firma Glaxo Smith Kline in Dresden. Ein einheimisches Produkt also, was vor allem auch aus diesem Grund Politikern und Experten so
sympathisch war, dass sie davon für 500 Millionen Euro 50 Millionen Impfdosen kauften. Eine schlechte Entscheidung, wie manche Kritiker finden. Denn vor allem für Schwangere und kleine Kinder sei
das Mittel nicht ausreichend getestet. Der Impfstoff enthalte einen neuen Impfverstärker, ein sogenanntes Adjuvans. Dieser reizt die Abwehrzellen und lässt das Immunsystem besonders empfindlich
auf die Spritzen reagieren, so dass diese im Vergleich zum herkömmlichen Grippeschutz nur mit einem Viertel der Antigene auskommen. Diese Proteinbruchstückchen, anhand derer die Abwehrzellen
Eindringlinge erkennen, sind deshalb so kostbar, weil ihr Herstellungsprozess sehr aufwendig und langsam ist. Die Produktionskapazitäten der Impfindustrie drohten im Sommer, als bestellt wurde,
nicht für sieben Milliarden Menschen zu reichen. Auch das hat bei der Wahl des Pandemrix eine Rolle gespielt.
Stimmt die Kritik?
Auch
die Ständige Impfkommission, die Stiko, die über die öffentlichen Impfempfehlungen entscheidet, ist nachdenklich geworden und rät schwangeren Frauen bei der Impfung zur Vorsicht und der
Bundesregierung zur Nachbestellung. Denn in den USA wird ein Schweinegrippen-Impfstoff verwendet, der ähnlich wie die millionenfach bewährten Vakzine gegen die saisonale Grippe ohne Adjuvans
auskommt. Fakt ist, in der Zeit der Schwangerschaft ist das Immunsystem unberechenbarer. Fakt ist auch, Schwangere sind besonders von der Schweinegrippe bedroht. Ihr Risiko, die Infektion nicht
zu überleben, ist viermal höher als das von gesunden, gleich alten Männern. Aber es bleibt trotzdem klein. Denn die bisherigen weltweiten Daten sprechen dafür, dass die Ankunft der Schweinegrippe
höchstens ein bis zwei von zwei Millionen Menschen in dem jeweiligen Land das Leben kostet. Die Europäische Seuchenbehörde schätzt, dass – wenn nicht geimpft wird – in diesem Winter jeder dritte
Deutsche an der Schweinegrippe erkrankt und einer von Hundert in ein Krankenhaus muss. Besonders durch H1N1 gefährdet sollen vor allem Patienten mit chronischen Lungenproblemen oder Herz-,
Kreislaufleiden sein. Dasselbe gilt für immungeschwächte Menschen und Asthmakranke. Ihr Risiko, mit der Schweinegrippe in die Klinik zu müssen, liegt bis zu 13-mal höher als beim Durchschnitt.
Von der Stiko wird ihnen deshalb zur Impfung geraten. Letztendlich muss jeder für sich entscheiden, welches Risiko er höher einschätzt: das der Grippe oder das der Impfung.
Wie gefährlich ist die Impfung?
Richtig abschätzen lässt sich das eigentlich nur für den gesunden Durchschnitttsbürger, da wie gesagt, bei den Zulassungsstudien Schwangere, chronisch Kranke und Kinder nur selten vertreten
waren. Laut diesen Untersuchungen kommt es nach einer Spritze sehr häufig zu ein bis zwei Tage anhaltenden Schmerzen und Rötungen an der Einstichstelle. Bei
jedem Zweiten kommen noch Kopfschmerzen hinzu, bei etwa jedem Vierten Glieder- und Muskelschmerzen. Ungefähr jeder Zwanzigste wird zusätzlich vorübergehend mit Fieber und Unwohlsein zu kämpfen haben. Für schwerere Nebenwirkungen der Impfung gibt es keine Anzeichen. Selbst ein erklärter Pandemrix-Kritiker wie der
Haller Virologe Alexander Kekulé erklärt: "Ja, ich werde mich impfen lassen, denn ich bin gesund, erwachsen und auch nicht schwanger, so dass ich nichts zu befürchten habe."
( A part des douleurs locales inflammatoires au point d'injection, peuvent survenir des céphalées, des douleurs articulaires
et musculaires, parfois de la fièvre ) Mais, les spécialistes allemands ne parlent du tout des complications neurologiques vaccinales.
Soll man Kinder impfen?
"Ein normales, gesundes Kind würde ich noch nicht impfen", sagt der Infektions- und Impfexperte der Uni-Kinderklinik, Reinhard Berner. "Spätestens Ende des Jahres werden die laufenden Studien
abgeschlossen sein, so dass wir die Sicherheit des Impfstoffes besser einschätzen können." Bei einem chronisch kranken Kind sollte man aber weniger lange warten. Denn ihm könne das Virus viel
gefährlicher werden. "In einem solchen Fall würde ich jetzt schon impfen", so Berner. Bei Säuglingen, die jünger sind als sechs Monate, stellt sich die Frage nicht. Für sie ist Pandemrix nicht
zugelassen.
Gibt es Impfstoff-Alternativen?
Momentan nicht. Denn Celvapan, der Impfstoff von Bundesregierung und Bundeswehr, wurde für Schwangere ebenfalls nicht getestet. Zudem handelt es sich bei dem Baxter-Mittel um einen sogenannten
Ganzvirus-Impfstoff. Das heißt, statt Virus-Bruchstückchen wird hier mit zwar abgetöteten, aber vollständigen Viren gearbeitet. Zudem wurde bereits in den 50er Jahren ein solcher
Ganzvirus-Grippeimpfstoff wegen einer hohen Rate von Lokalreaktionen und Fieberkrämpfen vom Markt genommen. Die Landesregierungen versuchen aber, zumindest für Schwangere den US-Impfstoff ohne
Adjuvans nachzubestellen.
Wie viel Spritzen sind für einen Impfschutz notwendig?
Zwei waren von der Bundesregierung für jeden Deutschen eingeplant, nun scheint
zumindest für Erwachsene und Jugendliche doch eine auszureichen. Anders sieht es bei Kinder bis zu neun Jahren und Menschen über sechzig aus. Hier werden von den Behörden zwei Spritzen im
Mindestabstand von 3 Wochen empfohlen. Etwa zwei Wochen dauert die Schulung des Immunsystems durch die Impfung – anschließend dürfte bei den meisten der Impfschutz stehen.
Soll man sich auch wie bisher gegen die saisonale Grippe impfen?
Zumindest wird dies von Experten empfohlen. Zwar gibt es Anzeichen
dafür, dass die Schweinegrippe die saisonale teilweise verdrängen könnte, ganz erspart bleiben wird uns der gewohnte Grippeerreger aber wohl nicht. Deshalb der Rat der Ärzte an Ältere und
chronisch Kranke: Im Abstand von zwei bis drei Wochen beide Impfungen beim Arzt vornehmen lassen.
badische-zeitung.de 23/10/2009